Agenda 2012: Gestaltungsfragen zum (digitalen) Arbeiten klären!

Nicht erst seit, aber maßgeblich als Konsequenz aus den Erkenntnissen des letzten E20 SUMMIT treibt mich das Thema „digitale Arbeitsplatz-Organisation der Zukunft“ um (hier noch ein Video zu einem Meetup in Paris zum Thema [auf frz.!]). Es ist unbestritten, dass die Unternehmen gerade in einer evolutionären Umbruchphase stehen, an deren Ende neue Konzepte für die Arbeitsorganisation stehen müssen. Nur für die Empfehlungen zum „richtigen Weg“ gibt es wahrscheinlich genauso viele Meinungen wie Lebensweisheiten. Denn je nach Betrachtungswinkel – sei es aus der reinen Personaler-, Organisationsentwickler-, Wissensmanager- oder halt E20er-Ecke – gibt es verschiedene Konzeptentwürfe oder besser Dogmenentwürfe.

Vieles davon sind kulturelle Fragen, die erstmal wenig mit Technologie zu tun haben, für die aber die Technologie und insbesondere die sozialen Technologien der Wegbereiter sind. Denn erst durch die Vernetzung der Mitarbeiter, die Transparenzmachung von Geschäftsaktivitäten in einem unternehmensweiten Aktivitäten-Stream und neuen digitalen Zusammenarbeitsmöglichkeiten wird eine noch effektivere und flexibel agierende wie auch für den Einzelnen selbstbestimmtere, seine Fähigkeiten fördernde und von Zeit und Raum unabhängige Arbeitsorganisation möglich.

Bleibt die offene Frage, wie das Thema anzugreifen ist? Im Rahmen einer Session der CeBIT Webciety durfte ich mich hierzu mit fünf deutschen Experten austauschen: Peter Klingenburg (T-Systems MMS), Dr. Willms Buhse (doubleYUU), Ilja Hauß (Communardo), Tim Miksa (Netmedianer) und Carsten Rossi (Kuhn, Kammann & Kuhn). Kernfragen der Diskussion waren – was ist der sogenannte digitale und soziale Arbeitsplatz, welche Herausforderungen stellt dieser und welche Schritte müssen unternommen werden, um den „digitalen und sozialen Arbeitplatz“ (aka Digital Social Workplace) zu etablieren.

Herausgekommen ist nach meiner Bewertung eine spannende Diskussion, die einige wichtige Punkte herausarbeitet – wie den notwendigen Management-Support, die Ausrichtung auf Business-Problemen, die nicht zu vernachlässigende Überzeugung des Mittel-Management, der Anstoß von Veränderungen in kleinen Schritten, der Projekteinstieg mit Veränderungsenthusiasten/-advokaten und (sofern neu in dem Thema Social Software) das „Einfach-mal-selbst-ausprobieren-um-den-Nutzen-zu-erfahren“.

Das legt ganz schön auch den Grundstein für weitere Diskussionen, die wir zu diesem Thema in diesem Jahr noch planen. Nächster Baustein ist dabei der derzeit in Vorbereitung stehende IOM SUMMIT am 19. & 20. Juni in Köln, wo wir uns entlang verschiedener Projektberichte, Keynotes und Workshops intensiver mit der Fragestellung der Gestaltung des „digitalen Arbeitsplatzes“ auseinandersetzen wollen.

Spannend ist hierbei sicherlich auch noch das Interview mit Tim Miksa, welches ich bereits vor dem letzten IOM SUMMIT geführt habe. Hier mit einer Diskussion auf der Netmedianer-Fanpage.


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