Ein intelligentes System ist wünschenswert

Frau Kreißelmeier von der R+V Versicherung hat sich auch für ein Interview zur Verfügung gestellt. Einen kurzen Einblick in die konzeptionelle Neuausrichtung des Intranets der R+V gibt sie uns hier:

Frau Kreißelmeier – Sie sprechen beim kommenden IOM SUMMIT über die konzeptionelle Neu-Ausrichtung des Intranet der R+V Versicherungen. Mit welchen drei Schlagworten können sie die Neu-Ausrichtung charakterisieren?

Die drei Schlagworte bei unserer Neuausrichtung sind neben der Einführung der Themennavigation im Veröffentlichungsbereich
1. die Neueinführung von Zusammenarbeitsfunktionen,
2. die Einführung des unternehmensweiten Wikis und
3. die „Meine Seite“, sozusagen die gelben Seiten in der R+V.

Im Mittelpunkt Ihres neuen Konzeptes steht die Unterstützung von Wissensmanagement und Zusammenarbeit – was steckt dahinter?

Wir sehen, dass mit dem klassischen Intranet und den herkömmlichen Kommunikationsmitteln wie E-Mail und Dokumentenverwaltung über Laufwerke die neuen Herausforderungen nicht adäquat unterstützt werden können. Hier wollen wir über Dokumentenverwaltung in SharePoint, Blogs, Foren, Wiki und „Meine Seite“ die Mitarbeiter themen- und projektbezogen und damit auch ressort- und bereichsübergreifend vernetzen und ihnen eine moderne Arbeitsplattform anbieten. Über das Unternehmens-Wiki möchten wir das Wissen zeit- und personenunabhängig verfügbar machen und die Wissensträger und Ansprechpartner über die „Meine Seite“ auffindbar machen.

Was passiert mit den klassischen Kommunikationsinhalten, die über das bisherige Intranet publiziert wurden? Sind die in dem neuen Konzept mit eingebunden? Welchen Stellenwert haben diese in der Navigation?

Diese Inhalte sind nach wie vor unerlässlich, denken Sie nur an die Killerapplikation Speiseplan :). Nein, ehrlich: verbindliche Arbeitsanweisungen und bindende Information der Mitarbeiter gehören nach unserer Ansicht nicht in einen virtuellen Raum, in dem man gemeinsam neue Themen erarbeitet. Hier gilt nach wie vor das 4-Augen-Prinzip und diese Inhalte müssen schon aus rechtlichen Gründen nachvollziehbar und verbindlich zur Verfügung gestellt werden.

Technologisch setzen Sie auf Sharepoint 2012. Dürfen wir fragen – warum?

Das war eine Unternehmensentscheidung – vor meiner Zeit bei R+V.

Welche Abteilungen sind in die Umsetzung des Projektes mit eingebunden? Die Anwendung von digitalen Wissensteilungs- und Zusammenarbeitsmöglichkeiten ist ja doch eine Veränderung klassischer Prozessabläufe. Wie ist das berücksichtigt?

Da sprechen Sie genau die Herausforderung an. Das Projekt zieht sich durch alle Ressorts und Unternehmensbereiche und alle Hierarchieebenen und verändert, ja revolutioniert  die Arbeitsweise im gesamten Unternehmen. Diesen Veränderungsprozess nehmen wir sehr ernst und konzipieren daher gerade ein extra darauf ausgerichtetes Einführungsprojekt mit vielen Change Elementen, die ich in meinem Vortrag gerne vorstellen möchte. Denn ohne diese Begleitung ist eine rein funktionale Einführung im Rahmen eines IT-Projektes aus unserer Sicht zum Scheitern verurteilt.

Bis wohin geht Ihre Projektvision?

Wir befinden uns gerade in der Definition dieser Vision und werten erste Anwendungsfälle für die R+V aus. Ziel kann es aus meiner Sicht sein, die Kommunikation und Abstimmung zu Themen wesentlich transparenter und für alle zugänglich zu machen. Aber mit dieser Transparenz muss man erst einmal lernen umzugehen! Parallel wäre ein intelligentes System wünschenswert, dass mir – frei nach der Vision von Stephan Schillerwein – alle für meinen nächsten Arbeitsschritt erforderlichen Informationen anbietet. Genauer kann ich Ihnen dies hoffentlich nach Ihrer Veranstaltung oder aber im Herbst beantworten 🙂

Im Themenblock Social Intranet übernimmt Frau Kreißelmeier den ersten Vortrag um 11:15 Uhr am 20. Juni.

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