#cebiteda16 Interview: nachgefragt bei Christian Köhn #Migration2.0 #LinuxAlsLösung #FindenStattSuchen

impuls_koehnFast schon gesellschaftspolitisch positioniert inmitten von Technologie und digitaler Transformation mutet das Thema „Digitale Integrationsunterstützung für Migranten/-innen“ des Expert Panels am 17.03.2016 um 12:50 Uhr an.

Wer sich in der Flüchtlingshilfe engagiert, ist sicher schon der ein oder anderen APP begegnet, die z. B. erste Orientierung im neuen Land bieten soll, oder einer der zahlreichen OER-Initiativen (OER = Open Educational Ressources), die umfangreiches Material für Deutschunterricht sammeln und kostenlos zur Verfügung stellen.

Christian Köhn, Vertriebsleiter der commuNet GmbH & Co. KG, weiß um die vielen Möglichkeiten, er weiß aber auch, dass die Integrationsunterstützung noch einen Schritt weitergehen kann. Und danach haben wir ihn gefragt.

Wenn Sie drei Hashtags nutzen können, um Ihren Beitrag zu charakterisieren – welche wären dies?

#Migration2.0 #LinuxAlsLösung #FindenStattSuchen

Warum braucht es eine digitale Unterstützung bei der Integration und wer profitiert davon?

Die Digitalisierung spiegelt sich in allen Lebensbereichen wider und ist ein zentraler Teil in der heutigen Kommunikation. Finden statt Suchen, die Konsolidierung wesentlicher Informationen unter einer mehrsprachigen Oberfläche, das ist unser Grundgedanke. Eine gute Integration setzt die Kenntnis von Rechten und Pflichten sowie Verständigung und Verständnis voraus. Die Entlastung der Mitarbeiter in den Einrichtungen, Behörden und Ämtern gehört für uns ebenso dazu wie Wahrung und der Respekt der jeweiligen Kultur – auf beiden Seiten!

Es gibt inzwischen zahlreiche APPs, OER-Angebote für Unterricht usw. Was ist das Besondere an dem System P.R.I.S.M von commuNet GmbH & Co. KG?

CKoehnP.R.I.S.M. ist ein geschütztes System, wo alle bereitgestellten Daten vorab geprüft und gefiltert werden. Lokale und globale Information sind in bis zu 80 Sprachen verfügbar, dazu zählen sowohl Webseiten als auch das Grundsystem in Abhängigkeit des jeweils angemeldeten Benutzers bzw. seines Profils. Unsere Lösung bietet auch Lernsoftware für Kinder sowie eine komplette Office-Anwendung. Über eine Firewall sind die Zugänge abgesichert – in weiteren Ausbaustufen planen wir auch den Zugriff auf private Dokumente wie Zeugnisse, Zertifikate usw. über eine deutsches Cloud-Hosting. Bitte bedenken Sie: es handelt sich um weitestgehend ehrenamtliche Arbeiten eines Startup-Unternehmens!

Welche digitalen Initiativen würden Sie sich zur Unterstützung der Integration von Migranten und Migrantinnen noch wünschen?

Wichtig ist für uns die zügige Integration in den Arbeitsmarkt, d.h. eine Schnittstelle zwischen Behörden und Einrichtungen in Bezug auf die Qualifikation der Migranten. Dies ist einer der nächsten Schritte, die aus meiner Sicht erforderlich sind. Wenn dieser Schritt gelingt und diese Informationen schon bei der Ankunft erfasst würden, können Ämter und Arbeitgeber schneller reagieren, um die Integration in den Arbeitsmarkt zu beschleunigen. Des weiteren wäre eine Vernetzung der Flüchtlingseinrichtungen wichtig, um z.B. Familienangehörige ausfindig zu machen und zusammenzuführen. Als Drittes fände ich es gut, wenn Spendenangebote besser koordiniert würden.

Vielen Dank, Herr Köhn, für diese ersten Einblicke. Das Expert Panel klingt nun nach einem Pflichtbesuch.

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Ellen Trude
Ellen Trude, nach 28 Jahren Tätigkeit in Aus- und betrieblicher Weiterbildung der Bayer AG mit stets neuen und meist innovativen Projekten und Aufgaben nunmehr in einer gesunden Mischung aus Vorruhestand und Aktivitäten rund um Workplace (Arbeiten 4.0 / Digitalisierung) und Lernen (Lernen 4.0 / Social Learning) unterwegs - meist digital.

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