Microsoft Teams & die Stellung im Teamwork-Konzept von Microsoft

Ergänzend zum gestrigen Beitrag zu den Aktualisierungen von Microsoft Teams hat sich auf LinkedIn eine kleine Diskussion entspannt, die noch einige ergänzende Aspekte brachten.



Microsoft Teams vs Microsoft Kaizala

Zum Einen fehlte natürlich in der gestrigen Betrachtung das von Michael Greth angeführte Microsoft Kaizala als weiterer Messaging-Dienst aus dem Hause Microsoft.

Was hinter Kaizala steckt, haben andere bereits sehr schön beschrieben:

Für die Abgrenzung der unterschiedlichen Kollaborationsansätze gibt es von Microsoft verschiedene Abbildungen, bei denen sie jeweils den „Inner Loop“ (sprich den inneren Kreis des Teams) und den „Outer Loop“ (den erweiterten Kreis im Unternehmen) unterscheiden. Microsoft Teams wird dabei als Messaging Plattform für den „Inner Loop“ verstanden und Yammer für den „Outer Loop“.

Im klassischen Kontext (ohne Microsoft Kaizala) sah das Teamwork-Konzept nach Microsoft wie folgt aus:

 

Die Experten von Communardo haben die klassische Abgrenzung der Lösungen in einem Beitrag zusätzlich um den Zeithorizont der Konversation (asynchron vs sychron) erweitert:

Von Microsoft gab es dann im Rahmen der Vorstellung von Microsoft Kaizala zur MS Ignite eine ergänzende Darstellung von Microsoft Kaizala im Teamwork-Kontext, die von Ragnar Heil in der Diskussion nochmals herausgestellt wurde:

Karuana Gatimu von Microsoft hat dazu in einem Microsoft Forum geschrieben:

  1. Kaizala is recommended in emerging markets in scenarios where you are supporting an open network of people. Users can join Kaizala with just a phone number, with an option to connect their AAD identity
  2. Teams is the center of collaboration & communication for Office 365 in the inner loop for your employees.
  3. Yammer is best for broad organization wide communities.

Integration von MS StaffHub Funktionen in Microsoft Teams

Julian Bahrs von IPI ergänzte zur MS StaffHub Diskussion:

Die Entscheidung von Microsoft Staffhub aufzugeben und stattdessen die Funktionen in Teams zu integrieren ist ja schon eine ganze Weile bekannt. Das hier ist jetzt die erste sichtbare Veränderung dazu. Ich finde das gut, da es nicht sinnvoll ist „Firstline“ und „Office Worker“ in getrennten Systemen agieren zu lassen – es geht ja gerade um den Austausch und die Zusammenarbeit – da will ich doch nicht noch zusätzliche Systemgrenzen. Gerade die Anbindung von den nicht Office Mitarbeitern ist wichtig. Teams wird damit mehr zur Schaltzentrale für alle Mitarbeiter und hat auch Potenzial Richtung Mitarbeiter-App mit voller O365 Anbindung.

Zum „Praise Tool“ verwies zudem Ragnar Heil auf seinen Beitrag:

I am surprised to see a new Praise tool, rolling out this quarter, which gives managers and employees a simple way to recognize co-workers. I like this feature in Yammer because it improves employee satisfaction – and it`s a super cheap motivation booster. As a German I need to mention that workers council don`t always like this feature and approval might be needed. Please share your recommendations and Best Practises in the comments.

Zukunftsprognose von Yammer

Parallel laufend gab es in der Diskussion noch eine kritische Einschätzung zur Zukunft von Yammer. So ergänzte Siegfried Lautenbacher (Beck et al):

Yammer ist das neue IBM Connections. Verliert zusehends gegen Workplace @ Facebook .. Schwierig ganz schwierig

Zunehmend wird hier gesehen, dass der Ansatz von Yammer durch die neueren Lösungsansätze ausgehölt wird.

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Als Fazit ist festzuhalten – dass die Microsoft-Lösungsstrategie im Bereich durchaus sehr vielfältig ist. Dass aber Microsoft Teams durchaus einen wichtigen Fokus darin einnimmt – wenn nicht sogar – wie an verschiedener Stelle bezeichnet – die Schaltzentrale der Digital Workplace & Employee Engagement Anstrengungen ist.


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