Thomas Maeder: Für die digitale Unterstützung im Arbeitsalltag muss der Digital Workplace aus mehr als nur MS Office 365 bestehen!

Im ersten Referenten-Interview zum Digital Workplace Tech FORUM freuen wir uns über die Antworten von Thomas Maeder, der bei der diesjährigen Veranstaltung einen der Einführungsvorträge abhalten wird.

Thomas Maeder ist mit rethink digital als Unternehmensberater für digitale Mitarbeiterkommunikation und Zusammenarbeit tätig. Er verfügt über rund 20 Jahre Erfahrung im Bereich Intranet, digitale Kommunikation, Social Collaboration, Digital Workplace und hat u.a. bei Swisscom AG die Intranet Transformation hin zu einem modernen, international ausgezeichneten Mitarbeiterportal verantwortet.

Sein Vortrag beim Digital Workplace Tech FORUM 2019 läuft unter dem Titel „Digital Workplace – mehr als Cloud-Plattform für Office-Anwendungen“ – dabei adressiert die Fragestellung, ob „Office 365“ bereits den Digital Workplace darstellt, welche Technologieansätze es darüber hinaus gibt und wo die Unternehmen bei ihrer Transformation stehen.

(1) Hr Maeder – Sie halten beim diesjährigen Digital Workplace Tech FORUM den Einführungsvortrag. Mit welchen drei Stichworten können wir Ihren Vortrag auszeichnen?

Cloud, DWP Komplexität, User Experience

(2) Wie sehen Sie den Status-Quo bei der Entwicklung rund um die Einführung von Digital Workplace Konzepten in den Unternehmen?

Technologische Entwicklungen werden kurzfristig überschätzt, langfristig unterschätzt. Der Status Quo bei Unternehmen ist sehr fragmentiert. Manche Unternehmen modernisieren, transformieren ihren Digital Workplace bereits seit mehreren Jahren, andere wiederum starten im 2019. Als gemeinsamer Nenner trifft man aktuell häufig auf die Themen Cloud, MS Office 365, Digitalisierung der Blue Collar Worker.

(3) Warum ist für Sie MS Office 365 nicht der Digital Workplace?

MS Office 365 ist eine sehr mächtige, weit verbreitete Plattform, die bereits von vielen Unternehmen für die digitale Kommunikation und Kollaboration genutzt wird. Wenn man unter Digital Workplace vereinfacht gesagt „die digitale Unterstützung im Arbeitsalltag“ versteht, geht es eben aber auch um die transaktionale Arbeit in Geschäftsprozessen und den dafür eingesetzten Applikationen.

(4) Welches Ziel sollte Ihrer Meinung nach im Fokus des Digital Workplace Konzeptes stehen?

Im Fokus sollte eben die ganzheitliche digitale Unterstützung des Arbeitsalltags stehen. Dies bedingt eine gut integrierte, einfach nutzbare „Digitallandschaft“ mit einem durchdachten Informationsmanagement.

(5) Was sind für Sie die wesentlichen Merkmale einer Digital Employee Experience Strategie?

Digital Employee Experience ist dann gelungen, wenn die Nutzer – also die Mitarbeitenden – die digitale Unterstützung im Arbeitsalltag – also den Digital Workplace – als gut integriert und einfach nutzbar beurteilen und als Konsequenz auch weitgehend auf Shadow IT verzichten.

(6) Mit welchen Erwartungen kommen Sie zum Digital Workplace Tech FORUM?

Ich freue mich auf die Fallbeispiele und den Austausch mit den anderen Referenten und Teilnehmer. Ein Konferenz wie das Digital Workplace Tech Forum gibt immer Orientierung und Impulse für die nächsten paar Monate.

Wir danken Thomas Maeder für die Antworten.


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