Digital Workplace News: Offenheit, Empathie und die Fähigkeit zur Sinnstiftung als zentrale Erfolgsfaktoren für die digitale Transformation

Im Lichte der großen Umbrüche – sowohl in den Unternehmen als auch jüngst in den politischen Parteien – stellt sich die Frage, wo stehen wir mit dem Verständnis von Führung im Veränderungsprozess. Dies ist dann auch der Schwerpunkt der Link-Tipps in unser neuen Rubrik „Digital Workplace News“ in dieser Woche – da natürlich „Digital Workplace“ und die digitale Transformation in der Organisation und im Unternehmen nur funktioniert, wenn das Führungskonzept sich vom klassischen Command-Controll-Fokus zu einem neuen, mehr kollaborativen Führungsstil ändert.

Vor diesem Hintergrund haben wir ein paar aktuelle – wie aber auch schon ältere – Beiträge rund um die Themen „Führung“ „mit Sinnhaftigkeit“ „für die Unterstützung von Veränderungen“ „im Mindset und Skillset“ zusammengestellt:

  • Leading Change Management In The Modern Workplace – Ein Forbes‘ Contributor-Beitrag von H.V. MacArthur zum Thema Veränderungsmanagement im modernen Arbeitsumfeld. Die Argumente belegen einmal mehr warum eine offene Diskussionskultur wichtig ist und welches Potential dann über einen digital skalierten, offenen Informationsaustausch (via Enterprise Social Network oder Ähnlichem) gehoben werden kann: „To Paul [Pellmann]’s point, many leaders make the mistake of thinking collaboration is about playing well with others and keeping them in the loop. It’s actually way more than being polite. It’s a creative process. You need to reach out to people out ahead of time, involve them in brainstorming ideas on the proposed change and collectively shape the road towards that new future.“ Und weiter geht es um das „Dis-Agreement“ in der Diskussion, die – wenn zugelassen und in der richtigen Diskussionskultur eingebettet – immer neue Perspektiven bietet.

  • Franz Kühmayer: Beziehungen statt Bytes: Digitale Transformation ist eine Frage der Führung – „Eine „Strukturorganisation“ schafft kein innovatives Denken und keinen Fortschritt, sie sichert nur den Status quo. Für Menschen, die sich mit und in ihrer Arbeit entwickeln wollen, für Kunden, die eine bessere und immer passgenauere Lösung ihrer Probleme und Bedürfnisse verlangen, reicht das nicht. Erst recht nicht in einer digitalen Ökonomie, in der Wissen, Kreativität und Talent zu den wichtigsten Ressourcen werden. – Überträgt man seinen Mitarbeitern aber mehr Autonomie und Verantwortung, braucht es auch gefestigte Führungskräfte, um mit dezentralen, flachen Strukturen zurechtzukommen. Das hat viel zu tun mit Erfahrung, Qualifikation und Haltung. Demokratisierung, Verflachung und Agilisierung können nur gelingen, wenn die Managementkompetenzen und die Führungskultur entsprechend ausgeprägt sind. Der Wandel hin zu einer lernenden, agilen Organisation setzt also auch lernfähige und agil handelnde Führungskräfte voraus.“
  • 10.000 Mitarbeiter, keine Manager, 40% weniger Kosten als der Wettbewerb: Über den Visionär Jos de Blok „Menschlichkeit über Bürokratie“ – Mit Purpose zu mehr Effizienz: „Wenn Menschlichkeit mein Unternehmen ausmacht, gilt das natürlich nicht nur nach außen zu den Patienten hin, sondern beginnt innerhalb – beim Vertrauen zu den Mitarbeitern. Gelebtes Vertrauen ist durch nichts zu ersetzen, denn es reduziert die beiden Kostentreiber und Motivationskiller „Befehl und Gehorsam“ und „Management“ auf ein Minimum.“

  • ECOSYSTEMS: „A Paradigm Shift in Business“ – Dr. Julia Duwe zitiert in einem aktuellen Beitrag London Business School Professor Michael G. Jacobides – „Zwar seien Business-Ökosysteme in den meisten Fällen datenbasiert. Doch sie erfolgreich zu orchestrieren und unternehmerischen Mehrwert aus ihnen zu generieren, verlange von Firmen mehr als technologische Expertise. Es gehe vor allem um menschliche Eigenschaften wie Intutition, Empathie und um die Kreativität, aus immer neuen Ereignissen im Ökosystem strategischen Nutzen zu ziehen.“
  • 8 Differences Between Traditional and Collaborative Leaders – Schon etwas älter, aber sehr passend in dem Kontext der heutigen Linktipps: „As more companies adopt a culture of open innovation a new style of leadership is emerging. Collaborative leaders take a more open approach in the workplace. Team building and power sharing are replacing the traditional forms of corporate hierarchy. The role of leadership is evolving into a broad based team building approach that encourages creative thought in the workplace. Internal “crowd sourcing” is opening up new paths to corporate growth and in the process, creating a new business model that gives employees more ownership of their work than ever before. The future is most definitely collaborative.“

Das Thema „Führung“ für die „digitale Transformation“ und „effektives Innovationsmanagement“ ist auch Gegenstand der Abschluss-Session des diesjährigen IOM SUMMIT am 2. Konferenztag (18.09.) mit einem Vortrag zu den Organisationsformen in Zeiten von Digital Leadership von Simon Wieninger vom FIR e.V. der RWTH Aachen sowie Dr. Sabrina Schork, Adjunct Professor der International University of Monaco, mit einem Beitrag zu den Erfolgsfaktoren für ein „Effective Innovation Leadership“.

 

Bild-Credits für Vorschaubild: Bild von Wokandapix auf Pixabay


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