Mark Heyen: Technologie-Werkzeuge lösen keine Probleme!

In unserem zweiten Referenten-Interview freuen wir uns über die Antworten von Mark Heyen, Geschäftsführer von 3kubik GmbH. Mark Heyen ist Gründer und Inhaber der 3kubik GmbH. Nach Etappen als Inhaber einer Marketing Konzept-Agentur mit viel Freude an Guerilla- und Social Media Marketing sowie einem Abstecher in die IT-Beratung hat er seine Berufung in der Beratung zu digitaler Kommunikation und Kollaboration gefunden.

Beim IOM SUMMIT 2019 wird er am ersten Konferenztag einen Fachvortrag zum Thema „Empfehlungen für das Enablement der digitalen Transformation“ halten. Sein Vortrag ist mit dem Titel „Von Inseln zum Atoll – Warum der Digital Workplace bei MARS für ALLE funktioniert“ betitelt und beinhaltet Erfahrungswerte zur Einführung einer Kollaborationsplattform bei MARS.

(1) Hr Heyen – Sie sind als Referent beim IOM SUMMIT dabei und berichten über die Erfolgsfaktoren bei der Einführung des Digital Workplace. Mit welchen drei Schlagworten können wir Ihren Beitrag kennzeichnen?

User Acceptance, Change Management, Case Study

(2) Was ist die zentrale Botschaft, die Sie in Ihrem Beitrag diskutieren?

Tools lösen keine Probleme. Nur ein Mitarbeiter, der weiß, warum sich etwas verändert, was sich verändert und welche Mehrwerte das für ihn und das Unternehmen hat, wird proaktiv am Change partizipieren. Wie man das schafft und eine Arbeitsumgebung baut, die dem User wirklich hilft, erfahren die Teilnehmer in meinem Vortrag.

(3) Immer wieder diskutieren wir auf unseren Veranstaltungen über die Funktion der Technologie und der Rolle der Technologie-Verantwortlichen in den Digital Workplace Projekten. Was ist Ihre Meinung hierzu?

Technologie ist nur eine der vier Ebenen: Mensch, Prozess, Kultur, Tool. Nur, wenn alle miteinander in Einklang kommen, kann Digitalisierung funktionieren. Deswegen darf die IT auch nicht Herr dieses Wandels sein sondern „nur noch“ interner Dienstleister, der für stabile Umgebungen am Bedarf des Business sorgt. Sie ist definitiv nicht Prozessverantwortlicher und nur bedingt Toolentscheider.

(4) Aber ist die Technologie nicht auch der Hebel für Veränderungen – z.B. für die Vernetzungsmöglichkeit und die Informationstransparenz – wie auch für die Skalierung der neuen Arbeitsweise über das gesamte Unternehmen? Und ist es damit nicht doch ein kritischer Erfolgsfaktor?

Natürlich sind stabile Systeme auf dem Stand der Technik ein Erfolgsfaktor. Sie sind eine Grundvoraussetzung. Wir werden mit dem Faxgerät keinen digitalen Wandel schaffen… Das beste Tool wird aber dennoch nicht nur dadurch akzeptiert werden, dass es das beste Tool ist. Akzeptanz und Umdenken kommen nicht daher, dass man ein gutes Tool zur Verfügung stellt. Die Mitarbeiter gehen ja davon aus, dass sie bisher auch gut gearbeitet haben, warum also sollten sie sich auf ein neues Werkzeug einlassen?

(5) In welcher Reihenfolge und mit welcher Begründung würden Sie dann die folgenden drei Stellgrößen bei der Digital Workplace Einführung ordnen: Technologie, Verhaltensanpassung & Kulturveränderung?

  • Verhalten: Weil sich einzelne Abläufe schneller anpassen und in Richtung einer neuen Kultur schieben lassen, als gleich den ganzen Tanker zu wenden.
  • Kultur: Weil sie jede Strategie und schon lange jedes Werkzeug zum Frühstück frisst. Ich kann das beste Tool einführen und sagen, dass jetzt alle transparent und vernetzt arbeiten. Wenn die Kultur aber noch auf „Wissensinseln“ eingestellt ist, bringt mir das gar nichts.
  • Technologie: Weil sie erst auf Basis des notwendigen Verhaltens und der gewünschten Prozessverbesserung ausgewählt werden kann.

(6) Mit welchen Themen und Fragestellungen kommen Sie zum IOM SUMMIT und welche Erwartungen bringen Sie mit?

Ich freue mich auf den Austausch mit anderen Teilnehmern, möchte meine Erfahrungen gerne teilen und am Wissen der anderen partizipieren, um unsere Beratung anreichern zu können.

Wir danken Mark Heyen für die Beantwortung unserer Fragen.

 

 

 


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