Von 0 auf 100 zur digitalen Disruption der Arbeitswelt und dem #DigitalArbeiten!?

Sicherlich war es viel früher ersichtlich, aber viele Unternehmen sind erst mit der harten Realität des Corona-bedingten „Lock-Downs“ Anfang März aufgewacht. Neben den Herausforderungen rund um die wirtschaftlichen Konsequenzen der Corona-Krise – vom Zusammenbrechen der Lieferketten über den Stillstand von Produktion und Handel bis zum Ausfall der Erlöse aus dem nicht-digitalen Gütertransfer und der Einführung von Kurzarbeit – war (und ist nach wie vor) die Einführung von „Homeoffice“-Arbeit für die in der Krise fortbestehenden Organisationseinheiten ein zentraler Einschnitt in die bisherige Arbeitswelt.

Sowohl auf unseren als auch anderen Veranstaltungen wurde schon seit Jahren über die „digitale Transformation der Zusammenarbeit“ diskutiert. Aber bisher immer aus dem Blickwinkel und der Fragestellung: „Wie bekommen wir die traditionell funktionierende Organisation durch die Bereitstellung von neuer Technologie (Toolset), der Befähigung zu neuen Arbeitsweisen (Skillset) und der Etablierung von neuem Denken (Mindset) in eine neue stärker digital agierende Organisation überführt?“ Diese Fragestellung hat sich Anfang März geändert und eventuell auch für die Zukunft erledigt in: „Wie bekommen wir die nun digital agierende Organisation bestmöglich funktionsfähig?“

Perspektivwechsel vom „Transformation als zukünftiger Veränderungsprozess“ zur „Transformation als Gestaltung der aktuellen Arbeitswelt“

In dem Perspektivwandel von „langsamen Übergang“ zu „radikalem Schnitt“ sehen wir doch eine klare Disruption durch die Organisationswelt gehen, die in vielen Unternehmen das Thema „Transformation zur digitale Arbeitsorganisation“ auf einen zentralen Platz der Projektagenden gebracht hat – vom doch einer vielfach belächelten „Nice-to-Have“-Initiative zu einem Projekt mit hoher Notwendigkeit und Dringlichkeit zur Sicherung der Geschäftsfortführung.

Hierbei gibt es natürlich zahlreiche, alte und neue Herausforderungen, die es zu diskutieren gilt und bei denen wir mit diesem Blog wie auch unseren Veranstaltungen einen Beitrag leisten wollen. Auch für Kongress Media als Veranstaltung kennzeichnet die Corona-Krise eine Zäsur für unsere Geschäftsaktivität. Mit zahlreichen neuen digitalen Formaten für den Erfahrungsaustausch und die Diskussion wollen wir die Diskussionen in diesem Themenfeld begleiten.

Den Start macht hierzu der wöchentlich #iomtalk, bei dem wir wöchentlich mit geladenen Gästen über die aktuellen Veränderungen in einem öffentlichen Online-Video-Format sprechen. Des Weiteren sei auf unsere internationale Diskussionsinitiative zu dem Thema unter „Digital Work Disruption“ verwiesen, wo wir seit mehreren Wochen Interviews und öffentliche Meetup-Gespräche mit internationalen Vordenkern zu diesem Thema führen und dokumentieren.

Auch der IOM SUMMIT als Präsenz-Veranstaltung und Jahreskongress zu diesem Thema bekommt ein neues digitales Gewand und Format, über das wir in den kommenden Wochen Weiteres berichten werden. Für uns gilt – dass „nun alles digital wird“ – nicht nur als Übergangsphänomen in der Lock-Down-Situation, sondern als zentrales Format von Veranstaltungen – sprich als unser „New Normal“ – und die Präsenzveranstaltung ein ergänzender, aber neu gedachter Teil des Ganzen wird.

Gleiches sehen wir auch für das Thema der „Arbeitsorganisation“ – wir glauben daran, dass mit und nach der Krise die „digital agierende Organisation“ das vorherrschende Muster für die Arbeisorganisation sein wird und die traditionelle Arbeitswelt in vielerlei Hinsicht „passé“ ist. In welchem Maße dieser Wandel passiert, wird sicherlich sehr unterschiedlich sein. Auch wird das Ganze nicht reibungslos und ohne Rückschritte von statten gehen – aber ein vollständiges „Zurück zum alten Muster“ (traditionelle Arbeitsorganisation mit starken analogen Command-&-Controll-Strukturen, Mikromanagement und starken Ressentiments gegenüber verteiltes Remote-Arbeiten) wird es nicht mehr geben. Letztlich geht es jetzt bei den Fachdiskussionen rund um das Thema nun wirklich um das „Wie“ und nicht mehr um das „Warum“.

Seht Ihr das auch so?

 


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