Neue Perspektiven für das digitale Arbeiten beim i2 SUMMIT 2020

Diese Woche veranstalten wir den i2 SUMMIT und bieten damit eine weitere Diskussion zur Etablierung und Optimierung neuer, digitaler Formen der Zusammenarbeit. Die Veranstaltung kommt mit einem Mix aus Experten- und Praktikervorträgen und viel Raum für Diskussionen – und offeriert damit einen virtuellen Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe für die Fragestellungen zur erfolgreichen Einführung  von digitalen Arbeitsweisen.

Mit der Corona-Krisensituation sind viele Unternehmen „gezwungen“ bzw. zum Teil „ins kalte Wasser geworfen“ worden, neue digital-verteilte Wege bei der Arbeitsorganisation zu gehen. Von „jetzt auf gleich“ wurden digitale Kollaborationsplattformen aufgesetzt und über die erste Lock-Down-Phase adhoc „ausgerollt“. Die Organisationen und ihre Mitarbeiter in ihren Arbeitsweisen und Geisteshaltungen konnten dabei mitunter nicht immer „abgeholt“ werden.

Festzustellen ist, dass sich dabei Organisationen und ihre Mitarbeiter in der Mehrzahl gut mit den neuen Möglichkeiten und Routinen arrangiert haben und positive Erfahrungen sammeln konnten. Unternehmen, die bereits vor Corona Initiativen am Start hatten, konnten diese als „Sprungbrett“ für die weitere Skalierung der Initiativen nutzen. Unternehmen, die erst mit Corona so „richtig“ mit dem Thema begonnen haben, müssen sich nun erstmal „freischwimmen“.

Optimierung der Digital Work Initiativen als Ausgangspunkt

Insgesamt sind wir im Herbst 2020 in einer Optimierungsphase für die massenhafte Etablierung der digital verteilten Arbeit. Aus dem IOM SUMMIT wie auch den interaktiven Vor-Konferenz-Diskussionen zum i2 SUMMIT kristallierten sich dabei folgende Fragen für die weitere Diskussion heraus:

  • Was sind die funktionierenden Umsetzungs- & Einführungskonzepte für massenhaftes, digital verteiltes Arbeiten?
  • Was sind die fehlenden digitalen Kompetenzen unserer Kollegen zur Umsetzung digital verteilter Arbeitsweisen?
  • Wie bekommen wir die richtigen Arbeitsweisen und digitalen Kompetenzen in der „Fläche“ „verteilt“ und etabliert?
  • Was ist die passende Führungskultur im Unternehmen für das verteilte Arbeiten, welches Freiraum für neues Arbeiten und Lernen erlaubt und gleichermaßen Ergebnisorientierung fördert?
  • Wie schaffen wir es, dass sich das Top-Management als aktive Förderer und Rollenbilder für eine zukunftsweisende Geisteshaltung und Verhaltensweise engagiert?
  • Welche Stellschrauben müssen wir am Technologiekonzept verändern, damit die digitale verteilte Arbeit die Mitarbeiter unterstützt und ihre Aufgabenerledigung erleichtert – und nicht behindert?
  • Wie können automatisierte Routinen das digitale Arbeiten weiter optimieren und Freiräume für „Neues“ (Lernzeit, Innovationszeit) auf Seiten der Mitarbeiter schaffen?
  • Welchen Beitrag leistet das digital verteilte Arbeiten im Gesamtkontext der Employee Experience Strategie?

Im Rahmen des i2 SUMMIT am Donnerstag, den 05.11., haben wir verschiedene Vorträge und Diskussionen zusammengestellt, die vorangestellte Fragestellungen in drei Themenblöcken bündeln.

Relevanzschaffung als Hebel, Digital Leadership als Verstärker und Bedeutung des Mindset-Change

Den Start in die Diskussionen machen wir beim i2 SUMMIT mit einer Englisch-sprachigen, international besetzten Session. Im Auftaktvortrag erläutert Andrew Wright, Gründer der Worldwide Intranet Challenge, die Bedeutung der Personalisierung als Hebel für Nutzungsakzeptanz durch einen hohen „What Is In For Me“-Nutzwert. Im zweiten Vortrag diskutieren Ana Neves (Management Consultant & Initiator der Social.Now-Konferenz) und Jaap Linssen (Founding Partner bei OrangeTrail) die Ergebnisse einer durchgeführten Reifegrad-Studie zum Thema „Social Collaboration“ und der Herausforderung der fehlenden Unterstützung durch Führungskräfte bei der Etablierung des digitalen Arbeitens. Im dritten Vortrag berichtet Gilda Cavazza vom Chambre de Commerce du Luxembourg über ihre Erfahrungen beim Veränderungsmanagement und der Mitarbeiterbefähigung als Ansatzpunkte für die Veränderung.

Erfahrungen mit Ansatzpunkten bei der Veränderung der Haltung und Umsetzung zur digitalen Zusammenarbeit

Der Vormittagsblock kennzeichnet sich durch einen Mix aus Praxis- und Expertenbeiträge zu Erfahrungen bei der Etablierung des „digitalen Arbeitens @ Scale“. Den Startpunkt macht der Vortrag von Adrian Gagala, Lead of Digital Employee Solutions bei der Schweizer Unternehmensgruppe Dormakaba. Er spricht über die Einführung eines Digital Workplace Hubs als Einstiegspunkt für das digitale Arbeiten. Alexander Kluge, Geschäftsführer von kluge+konsorten und Buchautor, berichtet über die vielen Erfolgsgeschichten aus seinem aktuellen Buch zu „Graswurzelinitiativen in Unternehmen“ und wie diese der Wegbereiter für die Veränderungen von Organisationen sein können. Im anschließenden Praxisvortrag von Katharina Brodt (Head of Germany Communications and Digital Workplace bei Umicore) diskutieren wir weitere Erfolgsfaktoren für eine schnelle „User Adoption“ – und die Bedeutung von Multiplikatoren-Netzwerken (aka Guide Netzwerke) für die schnelle, „massenhafte“ Veränderung im Unternehmen. Im Vortrag von Thomas Lorenz, Pre-Sales Manager DACH bei Powell Software, wird auf das „Onboarding“ als besondere „Use-Case-Herausforderung“ in der „Lock-Down-Situation“ eingegangen und wie mit dem Digital Workplace das Mitarbeiterengagement auch im verteilt arbeitenden Arbeitsmodus garantiert werden kann.

Empfehlungen für die Optimierung beim #DigitalArbeiten

In der Nachmittagssession diskutieren wir verschiedene Expertenempfehlungen für die weitere Optimierung der Projektinitiativen. Im Beitrag „Produktivität trifft moderne Unternehmenskultur“ diskutiert Kevin Hähnlein (unily) die Ansatzpunkte für den erfolgreichen Spagat von mehr Produktivität und mehr kollaborativem Miteinander. In Vortrag von Tobias Ochsenbein und Stefan Weyer (beide VIU AG) geht es um die Learnings aus sechs Monaten Corona – bzw. sechs Monaten Adhoc-Befähigung zum massenhaften, digital verteilten Arbeiten. Die Zusammenfassung des Tages nimmt unser Konferenzpartner Stephan Schillerwein (Digital Workplace Advisor bei Schillerwein Net Consulting) vor und bringt alle Ansatzpunkte in einen ganzheitlichen Rahmen, den wir abschliessend in der virtuellen Townhall mit allen Teilnehmern zusammen diskutieren wollen.

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